Immobilienbewertung Frankfurt-Main

Auf dem Immobilienmarkt von Frankfurt am Main besteht ein markantes Ungleichgewicht. An Luxusimmobilien mangelt es ‚Mainhattan‘ nicht. Einfacher normaler Wohnraum ist hingegen Mangelware. Das Maintor-Quartier ist in Deutschland eine Wohnresidenz der Superlative, deren Penthäuser Rekordpreise von 12.000 Euro pro Quadratmeter erzielen. Dieser Immobilienwert steht sinnbildlich für das Niveau des Frankfurter Immobilienmarktes, dessen Preisgefüge aufgrund des Interesses von Geschäftsleuten aus aller Welt nur wenige Grenzen zu kennen scheint. Gering- und Normalverdiener aus Frankfurt am Main werden vor besondere Herausforderungen gestellt. In den Jahren 2011 und 2012 erhöhten sich die Mieten um jeweils elf bis zwölf Prozent pro Jahr. Dass 2013 pro Woche durchschnittlich 250 neue Bürger ihren Wohnsitz nach Frankfurt am Main verlagerten, verschärfte die Situation zusätzlich. Vor allem in Wohnlagen mit einer positiven Immobilienbewertung ist die Lage angespannt.

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Ein hoher Immobilienwert im noblen Stadtviertel Westend

Eines der beliebtesten und nobelsten Wohnviertel ist das Westend. Für 200 große Altbauetagen sind Interessenten in dieser Wohnlage gern bereit, 8.500 Euro pro Quadratmeter zu investieren. Luxuriöse Penthäuser mit einer Größe von rund 300 Quadratmetern wechseln für knapp vier Millionen Euro den Besitzer. Preise im Millionenbereich stehen für Immobilien im Westend auf der Tagesordnung. Auch die Mietpreise beginnen erst bei 15 bzw. 16. Euro für Alt- bzw. Neubauten und erreichen Maximalbeträge von 24 Euro.

Das Dichterviertel/Dornbusch bietet im Vergleich zum Westend preiswertes Wohnen. Die ruhige und dennoch zentrale Lage von Dornbusch beherbergt Wohneigentum, das ab 3.000 Euro pro Quadratmeter erhältlich ist. Villen aus der Gründerzeit und den 1920er Jahren säumen das Dichterviertel, an dessen Immobilien zumeist kleine Gärten angeschlossen sind. Wer in einer dieser Villen leben möchte, muss mit einem Mindestpreis von 1,5 Millionen Euro rechnen. Sanierte Wohnungen werden nicht selten für etwa 4.300 Euro pro Quadratmeter angeboten. Der maximale Mietpreis von 19 Euro liegt deutlich unter dem Mietspiegel des Stadtviertels Westend.

Die Immobilienbewertung prognostiziert auch zukünftig steigende Miet- und Kaufpreise

Diese Stadtviertel sind nur einige Beispiele für das hohe Preisniveau, das auf dem Immobilienmarkt von Frankfurt am Main herrscht. Gutachterausschüsse geben trotz neuer Bauprojekte und etwas langsamer ansteigender Miet- und Kaufpreise keine Entwarnung. Folgen dieses ungleichen Angebot-Nachfrage-Verhältnisses sind vergebliche Suchen von Kapitalanlegern, die in Frankfurt am Main nicht fündig werden. Immobilienbesitzer sind – aufgrund mangelnder Alternativen – nicht bereit, ihren Bestand an Wohnobjekten zu verkaufen. Da der Ausbau neuen Wohnraums im Zentrum nahezu aussichtslos ist, rücken andere Lagen in den Vordergrund. Im Stadtviertel Gallus sind Preisanstiege zwischen acht und zehn Prozent vorprogrammiert. Zusätzlich soll in Oberlindau sowie Niederrad neuer Wohnraum geschaffen werden. Weiterhin widmet sich die Stadt Frankfurt am Main immer wieder neuen Bebauungsplänen, mit deren Hilfe zeitnah zwischen 6.500 und 7.000 neue Wohnungen errichtet werden sollen.