Immobilienbewertung München

Der Immobilienmarkt der Isarstadt München hat eigene Gesetze. Das Interesse an Immobilien ist groß, die Auswahl eher gering. Doch die große Beliebtheit der bayerischen Metropole hat ihre Gründe. Immer mehr große Unternehmen schlagen in München ihre Zelte auf und die Wirtschaft floriert. Dementsprechend hoch sind die Karrierechancen und die Lebensqualität, die sich in einer TOP-Infrastruktur, dem erstklassigen Freizeitangebot und dem anspruchsvollen Kulturangebot ausdrückt.

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Doch dieser Luxus hat seinen Preis. Die Preise für Wohneigentum steigen seit Jahrzehnten kontinuierlich. Einer der Spitzenreiter der Münchner Stadtteile ist Nymphenburg/Gern. Das Leben in einer Immobilie dieser Region, die so mancher Immobilienexperte als beste Lage der Stadt betrachtet, hat ihren Preis. Für weniger als 4.500 Euro pro Quadratmeter sind vor Ort keine Wohnobjekte zu finden. Die Obergrenze endet bei etwa 13.000 Euro pro Quadratmeter. Wer sich ein Objekt in Villenlage entlang dem Nymphenburger Kanal sichern möchte, muss im Einzelfall mit Preisen bis zu zehn Millionen Euro rechnen. Allerdings ist die Suche auch hier zumeist vergebens. Denn ‚zu verkaufen‘-Schilder sind in Nymphenburg Mangelware.

Wesentlich preiswerter sind Immobilien in Vororten wie Unterschleißheim erhältlich. Die hauptsächlich aufgrund ihres Gewerbegebiets bekannte Region gilt mit einer Einwohnerzahl von rund 27.000 als größter Ort des Landkreises München. Dennoch stagniert das Bevölkerungswachstum seit Jahren, so dass Immobilienpreise in den vergangenen Jahren auf einem Level verblieben sind. Mieten erzielen ein Minimum von 8,50 Euro und ein Minimum von 13,50 Euro. Die Preise für Neubauwohnungen belaufen sich auf etwa 3.700 Euro pro Quadratmeter, während neu gebaute Einfamilien- oder Doppelhäuser für durchschnittlich 850.000 Euro den Besitzer wechseln.

Die Preisspanne zwischen einzelnen Stadtteilen ist groß – der derzeitige Durchschnitt beläuft sich bei Kaufobjekten auf 5.800 Euro pro Quadratmeter. Allerdings verläuft die Entwicklung der Kauf- und Mietpreise nicht parallel. Während die Mietpreise seit 1950 nur um etwa 22 Prozent gestiegen sind, haben sich die Preise für Wohneigentum seit diesem Zeitpunkt um 65,5 Prozent erhöht. Wer Geld sparen möchte, sollte sich daher für eine Mietwohnung entscheiden. Allerdings erweisen sich Kaufobjekte in München als sinnvolle Wertanlage, die aufgrund der derzeitigen geringen Rendite jedoch für den Eigenbedarf genutzt werden sollten.

Der Blick in die Zukunft verrät, dass München auch in den nächsten Jahren auf dem Immobilienmarkt hoch im Kurs steht. Derzeit schätzt das städtische Planungsamt, dass 2030 etwa 200.000 Menschen mehr als heute in München leben werden und sich die Zahl entsprechend auf 1,65 Millionen Einwohner erhöht. Doch wo sollen all die Münchner leben? Freie Flächen werden zu Raritäten und Nachverdichtungen sowie die Errichtung von Hochhäusern sind längst im Gespräch. Für Münchner – vor allem für Bewohner besonders grüner Viertel – sind diese Überlegungen kein Problem. Es sei denn, die Wolkenkratzer werden vor der eigenen Haustür erbaut. In Trudering sowie in Harlaching müssen alte Häuser klobigen, aber luxuriösen Bauklotzen weichen. Neben einigen Kasernenflächen ist Freiham das derzeit letzte große Gebiet, in dem Immobilienpläne geschmiedet werden können. Die Nachfrage ist groß, das Angebot gering – und zeitnah ist kein Ende in Sicht.