Immobilienbewertung Stuttgart

Stuttgart ist eine deutsche Stadt, die eine florierende Wirtschaft, ein reges Nachtleben sowie Forschung und Lehre vereint. Diese vielfältige Mischung spiegelt die hohe Lebensqualität wider, die das Interesse vieler kapitalkräftiger Käufer am Stuttgarter Immobilienmarkt weckt. Führende regionale Politiker haben es sich längst zum Ziel gesetzt, pro Jahr mindestens 1.500 neue Wohnungen zu errichten. Doch dieses Vorhaben ist in Anbetracht der geringen großflächigen Baureserven eher Utopie.

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Die Immobilienwertermittlung platziert Killesberg auf den vordersten Rängen

Eine der begehrtesten Lagen in Stuttgart ist das nördlich gelegene Nobelviertel Killesberg. Aufgrund der heiß begehrten Höhenlage entsteht auf dem Immobilienmarkt eine ‚Nachfrage ungesunden Ausmaßes‘ – darüber sind sich Immobilienexperten bei der Immobilienwertermittlung einig. Die Quadratmeterpreise im Bestandsbau belaufen sich auf etwa 8.000 Euro. Für Neubauten müssen Investoren mit Quadratmeterpreisen bis zu 10.000 Euro rechnen. Kaufverhandlungen über Bestandsobjekte mit kleinem Garten starten zumeist nicht unter einem Immobilienwert von 1,5 Millionen Euro. Sogar die Mietpreise mit Beträgen bis zu 19 Euro pro Quadratmeter sprengen in Stuttgart alle Grenzen.

In Vaihingen dominieren vollkommen andere Preise. Diese ruhige Wohngegend ist die Heimat vieler Studenten sowie Akademiker in Rente, die mit Mietpreisen zwischen acht und 14 Euro rechnen müssen. Hiesige Häuser mit Gärten haben das Interesse zahlreicher US-Offiziersfamilien in Vaihingen geweckt. Wer sich für Wohneigentum entscheidet, kann zeitnah mit einem Wertzuwachs zwischen fünf und zehn Prozent rechnen. Das derzeitige Aushängeschild von Vaihingen ist die Siedlung Dachswald, die nur wenige Autominuten vom Stadtzentrum entfernt und von Streuobstwiesen sowie Wald umgeben ist. Auch hier sind Luxusimmobilien nicht unter 1,5 Millionen Euro zu haben.

Der durchschnittliche Immobilienwert beträgt derzeit 3.475 Euro pro Quadratmeter

Durchschnittliche Quadratmeterpreise belaufen sich in Stuttgart auf derzeit 3.475 Euro. Dennoch stehen Spitzenobjekte mit einem Immobilienwert bis zu 10.900 Euro pro Quadratmeter oder Villen mit einem Kaufpreis bis drei Milliarden Euro in der Schwabenmetropole ebenfalls auf der Tagesordnung. Der Blick in die Zukunft verrät, dass die wenigen geplanten innerstädtischen Bauvorhaben wie das Palais am Reitweg den Bedarf auf Dauer nicht decken werden. Zudem ist davon auszugehen, dass die Mieten zukünftig ebenfalls weiter steigen werden, da die florierende Kultur- und Gastronomieszene immer mehr Menschen aller Generationen anlockt.

Wohnungssuchende sollten nach privaten Vermietern Ausschau halten, die – entgegen der schwäbischen Sparsamkeit – ihre Wohnungen gern an junge Familien zu fairen Preisen vermieten. Wer die Stadt eher als Zentrum einer Metropolregion betrachtet, wird in kleineren Vororten wie Böblingen oder Esslingen ebenfalls fündig. Bedauerlich ist, dass die Leitfunktion urbaner Baukultur in Stuttgart aufgrund der hohen Nachfrage auf der Strecke bleibt. Als architektonische Innovationen gelten einzig der Wolkenkratzer Cloud No. 7 in der Nähe des Hauptbahnhofs sowie eine geplante Waldsiedlung beim Autobahnkreuz Stuttgart-Vaihingen. Diese Siedlung in Form eines Dorfs soll Arbeiten und Wohnen mit Mobilitäts-, Energie- und Nachbarschaftskonzepten vereinen.